Rumänien – Siebenbürgen – Hargita

 



Rumänien hat durch den Beitritt in die EU und NATO den endgültigen Weg der europäischen Zivilisation gewählt.
Im Rumänien von heute finden wir eine natürliche, schöne, unberührte Landschaft, aber auch die nötige Infrastruktur für einen modernen Turismus (Hotels, Gaststätten, Transport, Telefon, Internet, TV, u.a. ).
In Rumänien verknüpfen sich der Westen mit dem Osten. Rumänien ist ein Konglomerat mehrerer Kulturen. Ebenso findet man hier traditionelle unveränderte Volkskunst.
Siebenbürgen, der Teil Rumäniens der sich vom Westen bis zu den Ostkarpaten erstreckt, ist ein interessantes Gebiet, wo man die Kulturen der drei Hauptbevölkerungen antrifft, der Rumänen, Ungarn und Sachsen.
Kreis Harghita ist ein besoderer Teil von Siebenbürgen, zu 80 % von Ungarn bewohnt, aber auch von der Landschaft her ist es ausergewöhnlich (Vulkangebirge, See im Krater eines Vulkangebirges, Moorlandschaft, u.a. ).
Die Lage des Kreises Harghita umfaßt den mittleren Teil der Ostkarpaten im Siebenbürgischen Becken. Seine Gebirge bestehen aus dem Görgény (rumänisch Gurghiu), dem Nagyhagymás (r.: Hãsmasu-Mare) dem Csík (r.: Ciucului) und dem Kelemen (r.: Cãliman) Hochgebirge, sowie aus der Harghita (r.: Muntii Harghitei) Gebirgskette, und dieses Relief besteht abwechselnd aus Hügeln und Gebirgsenken.
Hier befinden sich die Quellen legendärer Flüsse: Maros (r.: Mures, deutsch: Mieresch oder Marosch), Olt (r.:Olt, d.: Alt), Nagy- und Kisküküllõ (r.: Târnava Micã und Târnava Mare d.: die Große ind die Kleine Kokel).
Außer Tusnad Bad (r.: Bãile Tusnad, u.: Tusnádfürdõ), Borszék (r.: Borsec) und Mördersee (r.: Lacu Rosu, u.: Gyilkos–Tó) gibt es noch zwanzig bedeutende Heilbäder und Kurorte, die den Kreis zu einem Touristenparadies verzaubern. Die in ganz Europa schon bekannten Mofetten (Gasemanationen), der Schlamm (Moor) und die Torflager sind für die unterschiedlichsten Krankheiten geeignet.
Die Vielseitigkeit der Landschaft bietet den Besuchern Seltenheiten der Natur wie folgenden:
- Sankt Anna See (r.: lacul Sfânta Ana, u.:Szent Anna tó), der einzige See in einem vulkanischen Krater in Mitteleuropa, 950 über dem Meeresspiegel, im Csomád-Bergmassiv gelegen
- der Mördersee, der 1837 infolge eines Erdrutsches entstanden ist
- die Békás (r.: Bicaz)-Klamm, die nach dem Mördersee folgt und vielleicht der schönste Pass in den Ostkarpaten ist
- die Naturreservate, zu denen der Alleinstehende Stein (r.: Piatra Singuratica, u.: Egyeskõ), das Moos (u.: Mohos), die Vargyas-Klamm, die Almási Höhle und die Narzissenwiese bei Szentkeresztbánya (r.: Vlahita) gehören.
- Parajd (r.: Praid) ist nicht nur wegen seinem Salzbad, sondern auch wegen der einstigen Salinenprodukte, die zu Heilzwecken verwendet werden, berühmt.
Mineralwasserbäder warten auf ihre Gäste in Zsögöd Bad (r.:Bãile Jigodin, u.: Zsögödfürdõ), in Szejke, in Szelters, ein Thermalbad in Töplitz (u.:Maroshévíz).
Es gibt fast 100 geschützte Tiere - darunter der Braunbär, der Luchs. Die Gemse, der Fischotter, der Auerhahn, der Rabe, der schwarze Storch und unzählige Wasservögel in der Gegend der Fischteiche von Sanpaul (r.: Homoródszentpál). Von den 26 geschützten Pflanzen erwähnen wir die Schachblume, das Edelweiss, die Narzisse, den gemeinen Seidelbast, die Eibe, die Zwergbirke, den Sonnentau.
Dank der vulkanischen Gebirgszüge werden im Kreis mehr als 2200 Mineralwasserquellen verzeichnet.
Der Kreis Harghita mit seinem einzigartigen Naturschönheiten, mit seinen auf Schritt und Tritt auftauchenden historischen Denkmälern und mit der Gastfreundschaft der hier wohnenden Menschen erwartet die Besucher.
„Gesegnet sei der Mensch, betritt er das Haus, mit Frieden gehe er hinaus" - lockt ein Sekler Tor.
Tarditionspflege dienen jährlich abgehaltene Veranstaltungen, wie das Szejke - Festival in Odorhellen, das Csángós Festival in Gyimes oder der Tausend Sekler Mädchen - Tag.
Die größte Wallfahrt der Gegend ist die Pfingstwallfahrt nach Schomlenberg, wohin mehrere Zehntausend Menschen pilgern, die nicht nur aus der Gegend, sondern auch aus entfernten Gebieten kommen.
Die mit Tannen- und Laubwäldern bedeckten Gebirge und Hügel haben die Eigentümlichkeiten der Bautradition bestimmt. Typisch ist das aus zusammengefügten Tannenbalken gebaute Haus, das schindelbedeckte hohe Dach.
In dieser Gegend hat das Tor eine besondere Bedeutung. Daran kann man das typischste Werk des Seklerstums bewundern, das ein sprechender Beweis seiner Verzierungslust ist. Die Töpferei gehört zu den ältesten Handwerken. Das Vorkommen des entsprechenden Materials hat bestimmt, wo sich daraus das Kunsthandgewerbe entwickeln konnte. Korond (r.: Corund) ist das Zentrum der farbig bemalten, glasierten Keramik, Csíkdánfalva (r.: Dãnesti) der schwarzen Keramik
Das Weben und Spinnen ist eine der wichtigsten handwerchlichen Tätigkeiten. Die bunten Motive der Csík (r.:Ciuc) Gegend, die geometrischen Formen beweisen ihren geschichtlich - altertümlichen Charakter. Heute ist die weich gewalkte Decke (u.: cserge) immer mehr verbreitet.
Die verzierten Ostereier sind das Symbol der Fruchtbarkeit (aus der Meidenzeit erhalten geblieben) und des Neubeginns im Frühling. In der Gyimes Gegend (r.: Ghimes) kennt man heute noch ungefähr 60 Varianten von Ostereierverzierungen.
Die Museen des Kreises Harghita sind die archäologischen, volkskünstlichen und handwerklichen Werte: das Csíki Székely Museum in Csíkszereda (r.: Miercurea Ciuc), das Haáz Rezsõ Museum in Odorhellen (u.: Székelyudvarhely, r.: Odorheiu Secuiesc), das Tarisznyás Márton Museum in Gyergyószentmiklós (r.: Gheorgheni), sowie die Stadtmuseen in Székelykeresztúr (r.: Cristuru-Secuiesc) und Töplitz (u.: Maroshévíz, r.: Toplita).
In Csíkzsögöd (r.: Jigodin - Ciuc) sind in der Gemäldegalerie, die zu diesem Zweck erbaut wurde, die Werke von Nagy Imre, des größten Künstlers des Kreises, ausgestellt. In Csíkszereda wird jährlich im Hof der Mikó Burg das Alte Musik - Festival organisiert. Bei dieser Veranstaltung treten bedeutende in- und ausländische Ensembles auf. In Farkaslaka (r.: Lupeni) befindet sich das Geburtshaus von Tamási Áron.